Magnavox Odyssey

Kurzbeschreibung

Ralph Baer (1922 – 2014) kommt im Jahr 1966 die Idee, Fernsehgeräte für Spielzwecke zu verwenden. 1969 präsentiert der in Deutschland geborene und in die USA immigrierte Erfinder seine „Brown Box“ verschiedenen Fernsehherstellern. Nach anfänglichen Zögern der Industrie übernimmt 1971 Magnavox die Lizenz und produziert mit der Odyssey die erste kommerzielle Spielkonsole für den Heimanwendermarkt – der Beginn der Videospielindustrie.

Die wenigen weißen Punkte und Blöcke auf schwarzem Hintergrund werden durch nur 40 Transistoren dargestellt. Mit verschiedenen Zusätzen wie Folien für den Fernseher, Würfeln oder Chips können je nach Version der Odyssey zehn bis 28 Spiele gespielt werden, wobei die Varianten sich oft nur durch die verwendeten Folien unterscheiden.

Die im Museum ausgestellte Odyssey wurde am 28.01.1975 produziert und gehört damit zur leicht verbesserten zweiten Produktionscharge. Sie bietet 28 Spiele mittels 12 Karten, wobei nur die ersten Sechs Stück in der Packung vorhanden sind. Die anderen Karten werden einzeln oder im Paket verkauft. Die Konsole kostet damals um die 100 Dollar. Sie soll sich schätzungsweise zwischen 100.000 und 300.000 Mal verkauft haben.

Karte Spiele
1 Table Tennis
2 Ski, Fun Zoo, Percepts
3 Tennis, Analogic, Baseball, Hockey, Football, Soccer
4 Cat and Mouse, Football (Running), Haunted House, Invasion
5 Submarine, Invasion, Soccer, Wipeout (Autorennspiel)
6 Roulette, States, Invasion
7 Volleyball
8 Basketball, Handball
9 Shootout, Dogfight, Prehistoric Safari
10 Shooting Gallery
11 Basketball (wurde nie vertrieben)
12 Interplanetary Voyage